Der SPIEGEL

 

"Mich interessiert nur der Worst Case"

SPIEGEL-Gespräch. Der Berliner Aktionskünstler und Philosoph Philipp Ruch glaubt, dass die Republik vor dem moralischen Zusammenbruch steht. Das Deutschland von heute, schreibt er in seinem neuen Buch, erinnere ihn an das Deutschland von 1932. Im Ernst?

 

Schwarz-Weiß-Denken

Steckt Deutschsein in den Genen oder im Kopf? Eine große Frage. Die Schriftstellerin Jackie Thomae verhandelt sie in einem großen Roman.

 

Alter schwuler weißer Mann

Der Comiczeichner Ralf König hat mit Bestsellern wie »Der bewegte Mann« den schwulen Lifestyle mainstreamtauglich gemacht. Jetzt wundert er sich über den moralischen Rigorismus, der die queere Szene erfasst hat.

 

Im sechsten Stock

Die Redaktion des deutschen »Playboy« blickt zurück auf eine große Vergangenheit. Aber hat sie auch eine Zukunft? Wo steht das Heft in Zeiten harter Internetpornografie und des neuen #MeToo-Feminismus?

 

Chez Ali

Der Döner Kebab ist die vielleicht größte türkisch-deutsche Erfolgsgeschichte. Für Spitzenkoch Ali Güngörmüş war das lange ein Problem. Heute weiß er: Identität geht durch den Magen.

 

"Wahnsinn, es wächst ein Penis in mir"

SPIEGEL-Gespräch. Was ist heute eine gute Mutter, was ein guter Vater? Die Philosophin Svenja Flaßpöhler und der Autor Florian Werner über Elternschaft und Emanzipation.

 

Dresscode für die Sprache

Wie lassen sich Texte geschlechtergerecht formulieren? Das Gendersternchen wird zum Symbol mit identitätsbildender Kraft.

 

"Heftig, aber witzig"

Die "Emma"-Zeichnerin Franziska Becker wehrt sich im Interview gegen Vorwürfe, ihre Karikaturen seien rassistisch und islamfeindlich. "Das ist Rufmord und völlig absurd."

 

Hochgeschlafen

Zeitreise in eine Welt ohne Internetpornos: Der Hamburger Schriftsteller und Entertainer Rocko Schamoni porträtiert den ehemaligen Bordellboss Wolli Köhler als intellektuellen Freigeist.

 

Ist analog das neue bio?

Der Grünenchef Robert Habeck hat sich bei Facebook und Twitter abgemeldet. Eine gute Idee?

 

Das Psychotop

Regionales Essen und lokales Design, Provinzromane und Politiker mit Dialekt: Heimat ist das Losungswort der Gegenwart.

 

Echt jetzt?

Frankfurt am Main hat seine Altstadt rekonstruiert. Eine Reise ins Retroland.

 

Schluss mit dem Jammern

Am Donnerstag beginnt die Leipziger Buchmesse, das Treffen einer Branche, die sich gegen die Krise stemmt. Welche Zukunft hat das Buch? Eine Reise zu Autoren, Verlegern, Händlern.

 

"Streitkultur ist die beste Leitkultur"

 SPIEGEL-Gespräch. Der Soziologe Aladin El-Mafaalani über Freunde und Feinde der offenen Gesellschaft, über gelingende Integration und die Özil-Debatte.

 

"Das wahre Drama bleibt fast immer unerzählt"

SPIEGEL-Gespräch. Der Schriftsteller Bodo Kirchhoff über seine eigene Missbrauchsgeschichte und die Probleme der #MeToo-Debatte.

 

"Ich antworte gerne, aber ich brauche gute Fragen"

 SPIEGEL-Gespräch. Der Komiker Otto Waalkes über Journalisten, Political Correctness und die Angst, ernst zu werden.

 

"Die neue Frau ist der alte Mann"

SPIEGEL-Gespräch. Warum sie will, was er will: Die Psychologin und Buchautorin Sandra Konrad, 42, behauptet, dass sich Frauen noch immer dem männlichen Begehren unterwerfen.

 

Was zeichnet einen guten Vater aus?

Wie erziehen Väter ihre Kinder, wie Mütter? Eine Psychologin über die unterschiedlichen Rollen der Elternteile, moderne Männer und das Rollenbild von Donald Trump.

 

Deutsche Protestantische Republik

Luther ist einer von uns. Er prägt bis heute Politik und Moral, Mode und Kultur – und sogar die Essgewohnheiten.

 

"Ein hirnversengter Clown"

SPIEGEL-Gespräch. Der Schriftsteller Thomas Melle leidet seit Jahren an der bipolaren Störung. Er kritisiert den veränderten Umgang mit psychisch Kranken und wehrt sich gegen den Mythos von Genie und Wahnsinn.

 

"Essen ist Nostalgie"

SPIEGEL-Gespräch. Der britische Kochbuchpoet Nigel Slater über die Gerichte seiner Kindheit, die Ernährungshysterie unserer Zeit und einen Fehler, den beim Weihnachtsmenü niemand machen sollte.

 

Die größte Liebe unseres Lebens

Narzisst ist das Schimpfwort der Stunde, Narzissmus gilt als Leitneurose der emanzipierten Gesellschaft. Doch nicht jeder, der stört, ist auch gestört.

 

Tiere sind auch nur Menschen

Der Förster Peter Wohlleben hat einen Bestseller über das Seelenleben von Hunden, Pferden, Hühnern geschrieben – und an Universitäten ist „Human Animal Studies“ das Trendfach.

 

Die endgültige Emanzipation

Vor allem Frauen treibt die alte Idee der freien Liebe um, nun unter neuem Namen: Polyamorie ist ein feministisches Projekt, das sich von männlich geprägten Beziehungsmustern verabschiedet..

 

Die gekränkte Gesellschaft

Der Marktforscher Stephan Grünewald legt Deutschland auf die Couch. In seinem neuen Buch porträtiert er ein therapiebedürftiges Land.

 

Schreibrausch

Die alkoholkranke US-Autorin Leslie Jamison ringt mit dem Mythos des trinkenden Genies.

 

Ihre wichtigste Skulptur: der Pflasterstein

Die Situationisten mischten die Kulturwelt auf; sie inspirierten die Studentenunruhen vor 50 Jahren und endeten im Kommerz. Eine Berliner Ausstellung untersucht nun ihren politischen Einfluss.

 

Chancenviertel

Der G-20-Gipfel richtet die Scheinwerfer auf die Hamburger Sternschanze, einen Stadtteil mit verwegener Geschichte und prominenten Bewohnern. Wie kämpferisch ist das Viertel noch?

 

Willkommen in der Hölle

Vor dem G-20-Gipfel hatten alle große Erwartungen: Bürgermeister Olaf Scholz, die Polizei, die Linke. Nach den Krawallen sind alle ziemlich kleinlaut.

 

"Mehr als Bettelsuppen-Rhetorik"

SPIEGEL-Gespräch. Der Frankfurter Historiker und ehemalige Maoist Gerd Koenen, 72, über Fundamentalopposition früher und heute, über die radikale Linke und den Sozialdemokraten Martin Schulz

 

Gesinnungstest

Der Nahostkonflikt greift auf deutsche Kulturfestivals über. Wo ist die Grenze zwischen Israelkritik und Judenhass?

 

Körper können nicht lügen

Der Regisseur Jan Fabre scheucht Performer und Zuschauer in einer Berliner Inszenierung auf den „Mount Olympus“. Ein Theater der Qual und des Exzesses, mehr als 24 Stunden lang.

 

"Er hat sein Ego versteckt, ich habe mein Ego versteckt"

Der Göttinger Verleger Gerhard Steidl hat mehr als 25 Jahre lang alle Bücher und Editionen von Karl Lagerfeld betreut. Im Interview erzählt er von einem strengen Perfektionisten.